Mit harter Arbeit Hof erwirtschaftet
Jede Arbeitskraft war am Hof notwendig. Auch die von heranwachsenden Kindern. Sie erlernten die Arbeit schon sehr früh und mussten hart zugreifen.
Schon mit zwölf Jahren als Arbeitskraft eingesetzt
Im Alter von zwölf Jahren zog Julianne Imlauer vom Eggerbauern in Hinterthal nach Maria Alm zu ihrem Vater, dem Gstallnerbauern, wie sie in einem älteren Bauernbuch erzählt. Die fünf Ziehkinder waren alle jünger, deshalb war ihre Arbeitskraft besonders notwendig.
Mit kleinen „Fergln“, einer Trage, musste sie mit ihrem Vater den Mist auf den Feldgarten tragen. Die Äste von den geschlagenen Bäumen zog man zusammen und hackte sie aus. Das „Taxach“ legten sie zu einem „Taxachloast“ zusammen. Dieser Streuhaufen sah einem Haus ähnlich und wurde mit Rinden abgedeckt und bis zum Winter im Wald gelagert. „Für ein ,Weiberleut’ war das schon eine schwere Arbeit“, erinnert sich Julianne Imlauer. Beim „Taxachziehen“ im Winter konnte sie einmal den Schlitten nicht mehr halten und er zerschellte. Auch die Hutweiden und Waldweiden wurden mit der Sense teilweise nachgemäht. Der Winter verging mit Holzziehen, Holzschneiden, Holzhacken und Dreschen.
Mit kleinen „Fergln“, einer Trage, musste sie mit ihrem Vater den Mist auf den Feldgarten tragen. Die Äste von den geschlagenen Bäumen zog man zusammen und hackte sie aus. Das „Taxach“ legten sie zu einem „Taxachloast“ zusammen. Dieser Streuhaufen sah einem Haus ähnlich und wurde mit Rinden abgedeckt und bis zum Winter im Wald gelagert. „Für ein ,Weiberleut’ war das schon eine schwere Arbeit“, erinnert sich Julianne Imlauer. Beim „Taxachziehen“ im Winter konnte sie einmal den Schlitten nicht mehr halten und er zerschellte. Auch die Hutweiden und Waldweiden wurden mit der Sense teilweise nachgemäht. Der Winter verging mit Holzziehen, Holzschneiden, Holzhacken und Dreschen.
Es geht weiter ...
Im Alter von 42 Jahren übernahm Juliane mit ihrem Mann 1963 den Gstallnerhof. „Den Hof habe ich wirklich mit meinen eigenen Händen verdient. Besonders freut es mich, dass mein Enkel, der Hannes, auch großes Interesse an der Landwirtschaft zeigt. So waren meine Mühen nicht umsonst. Es geht weiter“, berichtete die Gstallnerbäuerin vor zehn Jahren.