Von Lehrlingssünden reingewaschen
Freisprechungsfeier für die Metzgerlehrlinge
Dem alten Brauch zufolge müssen die Lehrlinge zum Abschluss ihrer Lehre in einen großen Wasserbottich springen und werden dadurch von den Sünden ihrer Lehre freigesprochen. Es ist dies ein Teil der Freisprechungsfeier.
Der Metzgersprung
Zum einen ist der Metzgersprung dazu da, den Fasching abzuwaschen und somit auch alle Unreinheiten, die man in dieser „fünften Jahreszeit“ aufgenommen hat. Zum anderen, so heißt es, sollen die Lehrlinge sich von den Sünden ihrer Lehrzeit reinigen können.
Das Fahnenschwingen
Einen weiteren Brauch der Metzgerlehrlinge rund um den Metzgersprung bildet das Fahnenschwingen, das alljährlich am Balkon im Petershof durchgeführt wird. Hierbei schwingen die Jung-Gesellen und natürlich auch die Gesellinnen, die es in jüngster Zeit immer mehr gibt, eine etwa 40 kg schwere Fahne, manche mit beiden Händen, andere mit nur einer, im Kreis. Zum einen ist dies ein Ritual aus der Zeit, als die Metzger zur Zunft wurden und ihre eigene Fahne erhielten, und zum anderen ist es ein Kräftemessen zwischen den jungen Metzgern, um zu sehen, wer wohl der Kräftigste von ihnen sei.
Dass es dabei hauptsächlich um die Technik und viel weniger um Kraft geht, ist dem Nachwuchs dabei oftmals nicht unbedingt bewusst, wissen all jene zu berichten, die das Ritual schon erfolgreich hinter sich gebracht haben. Wer den Mut hat, die Fahne in Schwung zu halten, der wird hier eine gute Figur machen.
Die Salzburger Bauern haben ja zu den Metzgern berufsbedingt eine gute Beziehung.