Überlieferte Tracht oder doch „erneuerte“ Tracht?
Tracht – "altvaterisch" oder modern?
Die Salzburger Bauern sehen sich schon immer zur Treue zum Vatererbe und zur Muttersprache verpflichtet.
Am besten äußert sich die Pflege der Tradition im Tragen der heimatlichen Tracht und in der Pflege von Brauchtum, so wie es überliefert ist.
Dabei ergibt sich stets die Frage, ob die Kleidung so getragen werden soll, wie sie überliefert wurde, mit all den Materialien, wie sie früher erzeugt wurden, also „altvaterisch“. Vielfach wird diesem Begriff der Begriff „Moderne“ gegenübergesetzt.
Die Trachtenerneuerung
Die Trachtenerneuerung
Um zeitbedingten Veränderungen seitens des Materials und der Tragbarkeit Rechnung zu tragen, gibt es die Bewegung der „Trachtenerneuerung“, die wesentliche Bestandteile der Trachten beibehält, aber angepasst ist. Diese Trachten finden sodann regeren Zuspruch.
Die Salzburger Heimat- und Trachtenvereine sowie das Salzburger Heimatwerk und andere sehen sich dieser Entwicklung verpflichtet.
Zu hinterfragen sind aber „Trachten-Modenschauen“, bei der Tracht gibt es keine Moden, Trachten werden behutsam weiterentwickelt.
Die Salzburger Heimat- und Trachtenvereine sowie das Salzburger Heimatwerk und andere sehen sich dieser Entwicklung verpflichtet.
Zu hinterfragen sind aber „Trachten-Modenschauen“, bei der Tracht gibt es keine Moden, Trachten werden behutsam weiterentwickelt.
"Hanswurst" in Salzburger Bauerntracht
Eine Symbolfigur ist der Salzburger Hanswurst, der sich in ältester Salzburger Bauerntracht kleidet. Er trägt auch noch unter den breiten Hosenträgern, den „Hosenkraxen“, einen roten Brustfleck. Dieser stellt den Rest eines Rothemdes dar, einen Vorläufer des Loferertuches.
Der Bauernheilige Isidor
Der heilige Isidor ist neben dem heiligen Leonhard einer der Bauernheiligen. Als Attribute trägt der Heilige Dreschflegel und zinnerne Milchpritschen mit sich. Er wird bei vielen bäuerlichen Angelegenheiten, insbesondere um Regen bei Dürre, angerufen. Besondere Verehrung erlangte der heilige Isidor u. a. in Salzburg-Parsch. Die Darstellung des Heiligen in Tracht stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, ist aus Holz und gefasst. Sie gehört zur Volkskundlichen Sammlung des Salzburg Museums im Monatsschlössl in Hellbrunn.
Flachgauer Bäuerin
Die Tracht einer Flachgauer Bäuerin mit Regenschirm zeigt, wie sich auch die Bäuerinnen seit jeher gut gewandet haben. Die meisten Tücher wurden von den Bauern auf den Hauswebstühlen selbst hergestellt. Bortenmuster und Verzierungen wurden weiterentwickelt. Salzburg, am nord-südlichen Handelsweg gelegen, war an Kleidung sehr interessiert. Hier schnitten sich zwei Kulturen: die langen südländischen Frauenkleider und das Miederleibl und der Kittel der Alpenregion. Kleidung war stets eine kostspielige Angelegenheit und musste ein Leben lang halten.
Tracht eines Lungauer Bauern um 1800
Tracht tragen: Stolz der Salzburger Bauern. Ein Beispiel dafür ist die Tracht aus dem südlichsten Salzburger Gau: im Bild die Tracht eines Lungauer Bauern um das Jahr 1800. Wahrlich eine schwierige Zeit in den Napoleonischen Kriegen. Charakteristisch für diese Zeit sind der knielange Lodenrock („Bumus“), die breite, mit Zinnstiften benagelte Bauchfatsche, die gewebten Hosenträger sowie der niedrige, besonders breitkrempige Hut, im Volksmund treffend als „Regendach“ bezeichnet. Aus der Volkskundlichen Sammlung des Salzburg Museums, Monatsschlössl Hellbrunn.